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Ratgeber

Direktverkauf oder Makler? Wann sich welcher Weg lohnt

04. September 2026·8 Min. Lesezeit
Direktverkauf oder Makler? Wann sich welcher Weg lohnt

Wer verkaufen will, hat grundsätzlich zwei Wege: den Verkauf über einen Makler an den freien Markt – oder den direkten Verkauf an einen Käufer, der die Immobilie selbst übernimmt. Beide haben ihre Berechtigung. Weil wir bei B&H beides anbieten, können wir dir die Unterschiede ohne Eigeninteresse erklären.

Die beiden Wege in einem Satz

Beim Verkauf über den Markt vermarkten wir deine Immobilie öffentlich, führen Besichtigungen durch und verhandeln mit mehreren Interessenten, bis der beste Preis steht. Beim Direktverkauf – auch Ankauf genannt – kaufen wir die Liegenschaft selbst, mit eigenem Kapital, ohne Inserat und ohne fremde Besichtigungen.

Der eine Weg zielt auf den höchstmöglichen Preis, der andere auf Tempo, Sicherheit und Ruhe. Welcher besser ist, hängt nicht von der Immobilie ab, sondern von deiner Situation.

Der Preis: was die beiden Wege wirklich unterscheidet

Der wichtigste Unterschied ist der erzielbare Preis. Eine gut vermarktete Immobilie am freien Markt bringt in der Regel mehr, weil mehrere Interessenten gegeneinander bieten. Beim Direktverkauf trägt der Käufer – also wir – das Risiko, die Sanierungskosten und die spätere Weitervermarktung. Das ist im Angebot eingepreist, entsprechend liegt es unter dem freien Marktpreis.

Ehrlich gesagt: Wenn allein der Höchstpreis zählt und du Zeit und Nerven für den Prozess hast, ist der Verkauf über den Markt fast immer die bessere Wahl. Der Direktverkauf kostet einen Teil des Preises – dafür bekommst du etwas anderes.

Was der Direktverkauf dafür bietet

Tempo: Statt Wochen der Vermarktung liegt das Angebot in wenigen Tagen vor, die Abwicklung folgt zügig. Sicherheit: Es gibt keine Finanzierungsabsagen von Käufern und keine geplatzten Verkäufe kurz vor dem Notar – der Käufer steht fest. Und Ruhe: kein Inserat, keine Fotos im Netz, keine fremden Menschen in deinen Räumen.

Dazu kommt der Zustand: Für den Ankauf spielt Sanierungsstau keine Rolle. Alte Heizung, in die Jahre gekommenes Bad, Renovationsbedarf – all das ist eingepreist, du musst vorher nichts herrichten. Am freien Markt dagegen kann sich eine Aufbereitung lohnen, weil sie den Preis hebt.

Wann der Direktverkauf die richtige Wahl ist

Er lohnt sich, wenn ein Faktor schwerer wiegt als der letzte Franken Verkaufspreis. Typische Situationen: eine Erbengemeinschaft, die sich rasch und ohne Streit einigen will. Eine Trennung, bei der niemand monatelang gemeinsame Besichtigungen organisieren möchte. Ein Wegzug mit festem Termin. Oder eine finanzielle Lage, die nicht im Dorf bekannt werden soll.

Auch bei stark sanierungsbedürftigen Objekten ist der Direktverkauf oft der pragmatischere Weg – gerade wenn dir Geld, Zeit oder Lust fehlen, die Immobilie erst verkaufsfertig zu machen.

Wann der Verkauf über den Markt besser ist

Steht die Immobilie in gutem Zustand, ist die Lage gefragt und hast du keinen Zeitdruck, holt die klassische Vermittlung in aller Regel den besseren Preis heraus. Der Aufwand liegt dann weitgehend bei uns: Fotografie, Inserate, Besichtigungen und Verhandlung übernehmen wir, du triffst am Ende die Entscheidung.

Auch wenn du unsicher bist, ist der Markt der sicherere Startpunkt: Aus einem laufenden Verkaufsprozess kannst du jederzeit auf ein Direktangebot umschwenken – umgekehrt lässt sich ein einmal verkauftes Objekt nicht zurückholen.

Warum du beides bei uns bekommst

Die meisten Anbieter machen nur das eine: reine Makler vermitteln ausschliesslich, reine Ankäufer kaufen ausschliesslich. Beide haben ein Interesse daran, dir ihren Weg zu empfehlen. Wir machen beides – und haben deshalb keinen Grund, dich in die eine oder andere Richtung zu drängen.

Im kostenlosen Erstgespräch rechnen wir dir beide Varianten mit echten Zahlen durch: den voraussichtlichen Marktpreis samt Zeithorizont und Aufwand auf der einen Seite, unser konkretes Direktangebot auf der anderen. Danach entscheidest du auf einer sauberen Grundlage, statt aus dem Bauch.

Häufige Fragen

Bringt der Direktverkauf weniger Geld als ein Makler?

In der Regel ja. Ein gut vermarkteter Verkauf am freien Markt erzielt meist den höheren Preis, weil mehrere Interessenten bieten. Beim Direktverkauf ist der Preis für Tempo, Sicherheit und Diskretion eingepreist. Was für dich mehr bringt, hängt davon ab, wie stark diese Faktoren in deiner Situation wiegen.

Kann ich zuerst den Markt probieren und später direkt verkaufen?

Ja, und das ist oft der klügste Weg, wenn du unsicher bist. Aus einer laufenden Vermarktung kannst du jederzeit auf unser Direktangebot wechseln. Umgekehrt geht es nicht – deshalb ist der Markt der risikoärmere Startpunkt.

Für wen lohnt sich der Direktverkauf am ehesten?

Für alle, denen Tempo, Diskretion oder Sicherheit wichtiger sind als der letzte Franken: Erbengemeinschaften, Trennungen, Wegzüge mit festem Termin, sanierungsbedürftige Objekte oder Situationen, die nicht öffentlich werden sollen.

Beratet ihr wirklich neutral, wenn ihr selbst kauft?

Gerade weil wir beide Wege anbieten, haben wir kein Interesse, dich in einen davon zu drängen – wir verdienen so oder so. Wenn ein Verkauf über den Markt für dich deutlich mehr bringt, sagen wir dir das. Ein Direktverkauf, der dich unnötig Geld kostet, ist auch für uns kein gutes Geschäft.

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